Gefördert durch:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege gefördert.


Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

unheilbar kranke und sterbende Menschen zu begleiten, auf ihre Bedürfnisse und Wünsche einzugehen, ihnen ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen und ihre Angehörigen zu unterstützen - all das hat sich die Hospizbewegung zur Aufgabe gemacht. Sterbende Menschen brauchen die Gewissheit, dass sie in ihrer letzten Lebensphase nicht allein sind, sondern in jeder Hinsicht gut versorgt und begleitet werden. Das ist nur mit einer ganzheitlichen Sterbebegleitung möglich.

Mit dem Hospiz- und Palliativgesetz wurden Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung zu Hause, im Pflegeheim, im Krankenhaus und im Hospiz geschaffen. Doch ist damit schon alles Notwendige erledigt? Ich meine, dass es lediglich ein Anfang war, auf den es aufzubauen gilt. Nun sind alle Akteure - Leistungserbringer, Kostenträger und auch die Politik - gefordert, den gesetzlich vorgegebenen Rahmen mit Leben zu füllen.

Oder, um das Thema des Fachtages etwas anders auszulegen: Regle führt der sterbende Mensch. Ein eingespieltes und harmonisches Zusammenwirken aller in der Hospiz- und Palliativversorgung Tätigen - Ehrenamtlicher wie Hauptamtlicher aller Professionen - ist deshalb unverzichtbar.

Das Thema des Fachtages "Zwischentöne - Hospizarbeit und Palliativversorgung - alles geregelt?" beleuchtet das Hospiz- und Palliativgesetz und dessen Umsetzung aus verschiedensten Blickwinkeln. Ich danke den Veranstaltern für dieses anspruchsvolle Tagungsprogramm, das sie rund um den Themenkomplex zusammengestellt haben.

Für den Fachtag wünsche ich Ihnen interessante Gespräche, anregende Diskussionen und viele
praktische Hilfestellungen für Ihre verantwortungsvolle Arbeit.

 

Ihre Melanie Huml MdL
Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege

Grußwort

„Zwischentöne“


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Hospiz- und Palliativgesetz aus dem Jahr 2015 hat der „Komponist“ namens Gesetzgeber die Partitur für das große Konzert der Hospiz- und Palliativversorgung von Grund auf noch einmal neu gefasst, aus bislang freien Improvisationen feste Orchesterstimmen gemacht, er hat versucht, bisher vorhandenen Misstönen zu neuem Wohlklang zu verhelfen und Zwischentöne ermöglicht, die den Klang des Orchesters voller, sprich die Hospiz- und Palliativversorgung bedürfnisgerechter ausgestalten sollen.
Auch wenn Kostenträger weiterhin gerne Fermaten setzen, so hat sich doch eine Entwicklung in Gang gesetzt, die nicht mehr aufzuhalten ist. Aus dem Largo ist längst ein Allegro geworden.
Dennoch: Das alte Sprichwort „Der Ton macht die Musik“, gilt weiterhin und im verstärkten Maße. Das Miteinander der Orchesterstimmen im Konzert ist dabei ebenso wichtig wie der Ton untereinander abseits der Bühne. Auch und gerade durch die neu geschaffenen Möglichkeiten wird darüber hinaus noch einmal deutlicher, wie wichtig es ist, „gut auf den Dirigenten Patient zu achten“, damit die Sinfonie jedes einzelnen Lebens auch zu einem guten Ende finden kann.
Hören wir also in Nürnberg die Symphonie der Hospiz- und Palliativversorgung in neuer Fassung, mit alten und neuen Tönen, Zwischentönen und nie gehörten Akkorden. Geben wir den verschiedenen „Instrumenten“ des Orchesters Gelegenheit, ihre Kunst unter Beweis zu stellen und lauschen wir den neuesten Kompositionen in dieser Welt der Töne, die schon seit dreißig Jahren täglich unter Beweis stellt, was Kreativität vermag.

Konrad Göller
BHPV

Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Engagierte im Hospiz-Team Nürnberg,

mit dem Bayerischen Hospiz- und Palliativtag richten die beteiligten Organisationen den Blick auf die Begleitung und Beratung für unheilbar Kranke wie für deren Angehörige und auch für trauernde Menschen.
Der Tod gehört wie die Geburt zu unserem Leben, aber er hat in unserem Alltag wenig Platz. In einer schnelllebigen Zeit mit Hang zur Verdrängung schwieriger Themen ist es außeror­dentlich hilfreich, dass es Ansprechpartner und einen organisatorischen Rahmen gibt, der Unterstützung gewährt, Aufmerksamkeit schenkt und zur Reflektion wie zum Reden einlädt. Denn worüber wir nicht reden, das kann auch nicht stattfinden, so beruhigen wir uns sozusa­gen im Sinne einer Selbstbeschwörung. Aber das nicht Gesagte wirkt dennoch in uns weiter, Reden kann daher auch Befreiung bedeuten.

Mit dem diesjährigen Motto des Bayerischen Hospiz- und Palliativtags "Zwischentöne - Hos­piz- und Palliativgesetz alles geregelt!?" werden Ausrufezeichen und Fragezeichen glei­chermaßen gesetzt. In der Begleitung von sterbenden Menschen und ihren Angehörigen dominieren die Zwischentöne - zwischen dem Hier und dem, was nach dem Tod kommt. Dem vergangenen Leben wird in dieser Phase nachgespürt - mit allen Höhen und Tiefen, die ein Leben geprägt haben mögen. Aber jenseits der ganz individuellen Auseinanderset­zung mit dem unvermeidlichen Abschied stellen sich auch rechtliche, wirtschaftliche, ganz und gar diesseitige Fragen, die bearbeitet sein wollen - sind wir dafür auch rechtlich gut ge­rüstet?

Das Hospiz-Team Nürnberg begleitet seit über 25 Jahren schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige. Das Team hilft damit, die Mauer des Alleinseins zu durch­brechen. Mein Dank gilt all denen, die in der Hospizarbeit in Nürnberg und deutschlandweit engagiert dazu beitragen, den Abschied zu bewältigen. Sie stehen bei, beraten und entlasten die Angehörigen in der Trauerarbeit. Es ist hilfreich, dass dabei unterschiedliche Professio­nen eingebunden sind: Sozialstationen, Kliniken und niedergelassene Ärzteschaft und weite­re Menschen, die beruflich mit dem Sterbenden und Trauernden befasst sind. Für eine gute Zusammenarbeit sind auch hier die Gespräche miteinander zentral, der kollegiale, einfühl­same Austausch von Erfahrungen und Erlebnissen. Dies braucht es, um die Basis für eine gute Versorgung am Lebensende zu schaffen und damit die Würde des Menschen bis zu­letzt zu achten. Auch den Helfern wird damit ein unterstützender Rahmen geboten.

Ich danke allen für Ihr Engagement in der Hospizarbeit: Sie tragen dazu bei, auch in den schwersten Stunden das Leben menschlich zu gestalten. 

 

Dr. Ulrich Maly
Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Veranstalter:

Hospiz-Team Nürnberg e.V.

Dirk MünchMAS

1. Vorsitzender

Koordinatorin BHPT 2018

Ingrid Kästlen

Deutschherrnstraße 15-19

90429 Nürnberg
0911 891205 10


Örtliche Ausrichter: