Workshop 1

Workshop Inhalt


 

WS 1 Palliativ-Screening im Krankenhaus – wie erkennen wir Palliativpatienten?

Gemäß der S3-Leitlinie Palliativmedizin für nicht heilbare Krebspatienten bieten Palliativdienste im Krankenhaus (PD) die spezialisierte Palliativversorgung (SPV) für Patienten mit nicht-heilbaren Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung an, die in einem Krankenhaus außerhalb von Palliativstationen SPV-Bedarf haben. Die Leitlinie fordert, dass alle Krankenhäuser, in denen nicht-heilbare Krebspatienten behandelt werden, dieser Patientengruppe den Zugang zum PD ermöglichen sollen. Die Aufgaben, die Strukturmerkmale und auch Indikatoren zur Bewertung der Prozessqualität werden detailliert beschrieben. Für die Refinanzierung der multiprofessionellen PD`s über die Krankenkassen gibt es zwei Zusatzentgelte. Die Zuweisung der Patienten zum PD erfolgt in der Regel über ärztliche Konsilanfragen. Die Limitationen dieses Zugangsweges sind inzwischen belegt. Eine Alternative ist die screening-gestützte Zuweisung zum PD. Dabei werden entweder (1) die nicht-heilbaren Krankenhauspatienten zunächst durch Screening identifiziert. Bei den Screening-auffälligen Patienten wird im Anschluss der Palliativbedarf erhoben. Davon abhängig verbleiben die Patienten in der allgemeinen Palliativversorgung oder werden dem PD zugewiesen. Zum anderen (2) wird vorgeschlagen, in einer Kombination von Fremd- und Selbsteinschätzung den SPV-Bedarf direkt zu erheben. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen sowie die Vor- und Nachteile werden in dem Seminar vorgestellt und auf der Basis bisheriger PD-Erfahrungen diskutiert. Für Fragen und Diskussionen ist ausreichend Zeit vorgesehen.


Zielgruppe(n) des Workshops

Im Krankenhaus tätige Ärzte/Ärztinnen, Pflegende und Mitarbeiter weiterer Berufsgruppen (Entlassmanagement, Sozialdienst, Physiotherapie, Psychologie, …) , Mitarbeitende in Palliativmedizinischen Diensten sowie alle am Aufbau und der Implemetierung von Palliativmedizinischen Diensten Interessierte


Workshopleiterin

Prof. Dr. med. Birgitt van Oorschot, Professorin für Palliativmedizin an der Universität Würzburg, Leitung des Interdisziplinären Zentrums Palliativmedizin, Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Würzburg

1977-1983 Studium der Humanmedizin in Essen und Giessen
1996 Promotion
2001-2004 Ärztliche Leitung des Modellvorhabens „Patienten als Partner – Tumorpatienten und ihr Mitwirken bei medizinischen Entscheidungen“
2005 Zusatzbezeichnung Palliativmedizin
seit 2006 Fachärztin für Radioonkologie
seit 2008 Oberärztin in der Klinik und Poliklinik für Radioonkologie, Universitätsklinikum Würzburg
seit 2009 Leitung des Interdisziplinären Zentrums Palliativmedizin, Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Würzburg
2015 Habilitation
seit 2016 Vertretung der W2-Professur Palliativmedizin an der Universität Würzburg

Referent*in/ Workshopleiter*in


Prof. Dr. Birgitt van Oorschot
Prof. Dr. Birgitt van Oorschot