Workshop 7

Workshop Inhalt


 

WS 7 Vom Wert der kleinen Gesten – Sorgenetze und -beziehungen stärken – Zutaten und Herausforderungen


Vertrauen aufbauen im Alltag, Sorgebeziehungen stärken

Die Bedeutung von stärkenden sozialen Beziehungen und den lokal gewachsenen Sorgekulturen ist insbesondere im Sterben groß. Neben dem „klassischen“ Fokus palliativer Versorgung auf die „akuten“ palliativen Situationen wird es immer wichtiger den Blick zu weiten, hin zur Frage, wie Alltagssolidaritäten und eine Form von Alltagsethik im Lebensumfeld der Menschen gestärkt werden können: Von der Versorgungsplanung in den letzten Wochen, hin zu einer kollektiven Achtsamkeit in den lokalen Sorgenetzen, in den Communities.
Einander – über die eigenen Familienbeziehungen hinaus – im Blick zu haben, im Wohnhaus, in der Straße, im Quartier, im Kiez, im Grätzel, ist in einer „Individualisierungsgesellschaft“ nicht selbstverständlich. Kleine alltägliche Hilfen unter Nachbarn machen einen großen Unterschied: vom fast beiläufigen, aber entlastenden ‚netten Wort‘ bis hin zu kleinen Erledigungen. Eine Kultur der sozialen Achtsamkeit für andere, ohne in eine Art soziale Kontrolle zu kippen, ist aber auch voraussetzungsvoll.

Im Workshop werden wir auf Basis von Projektauswertungen und vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer*innen folgenden Fragen nachgehen:

  • Welche Zutaten braucht ein tragfähiges Sorgenetz am Ende des Lebens?
  • Was macht Nachbarschaft aus? Und: Wie entsteht Vertrauen?
  • Was bedeutet der Community-Blick für Hospiz- und Palliativeinrichtungen?

Zielgruppe(n) des Workshops

Profis, bürgerschaftlich Engagierte, interessierte Bürger*innen = alle Sterblichen


Workshopleiter

Assoc. Prof. Mag. Dr. Klaus Wegleitner, Soziologe und Sorgeforscher, habilitiert in Public Health und End-of-Life Care, Assoziierter Professor an der Abteilung Public Care am Institut für Pastoraltheologie und -psychologie der Universität Graz, Vorstand des Vereins Sorgenetz

  • Soziologe und Sorgeforscher, venia docendi in Public Health & End-of-Life Care
  • Assoc. Prof. an der Universität Graz, Abteilung Public Care am Institut für Pastoraltheologie und –psychologie, sowie Mitglied der Age and Care Research Group
  • Habilitation im Oktober 2018 an der Universität Klagenfurt
  • von 2001 – 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ass.-Prof. am Institut für Palliative Care und OrganisationsEthik/IFF Wien/Universität Klagenfurt
  • Vorstand des gemeinnützigen Vereins Sorgenetz
  • Internationale Forschungs- und Lehrtätigkeiten am Institute of Palliative Medicine and World Health Organisation Collaborating Center for Community Participation in Palliative Care and Long Term Care, Khozikode/Kerala, an der University of Bradford, der University of Ottawa, der Western Sydney University, sowie Lehraufträge an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) und an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft in St. Gallen.

Arbeitsschwerpunkte: Public Health Palliative Care, Caring Communities, Care Ethik, Care Politik, Soziologie des Alters und des Sterbens.

Referent*in/ Workshopleiter*in


Ass. Prof. Dr. Klaus Wegleitner
Ass. Prof. Dr. Klaus Wegleitner Foto: © Christoph Franke