Workshop 3

Workshop Inhalt


 

WS 3 Psychiatrische Aspekte der Palliative Care – Besonderheiten im Umgang mit Sorge im Rahmen einer palliativen Behandlung psychiatrischer Patienten

Der Begriff Sorge beschreibt ein durch vorausschauende Anteilnahme gekennzeichnetes Verhältnis des menschlichen Subjekts zu seiner Umwelt und zu sich selbst. Eine subjektiv erwartete Not (Bedürfnis, Gefahr) wird gedanklich vorweggenommen und wirkt sich im Fühlen, Denken und Handeln des Besorgten oder Sorgenden aus. Das Spektrum reicht dabei von innerlichem Besorgt- oder Beängstigt-Sein bis zur tätigen Sorge für oder um etwas.

[…] Darüber hinaus bezeichnet die Sorge für etwas oder jemanden (auch Fürsorge) eine Verantwortungsbeziehung zwischen Menschen oder Lebewesen, in der sich ein (Für-)Sorgender verantwortlich um ein ihm anvertrautes anderes Wesen (etwa ein Haustier, ein Kind oder eine bedürftige Person) kümmert.

In der eher der Schriftsprache zuzurechnenden Wendung „für etwas Sorge tragen“ lässt sich die Sorge in einer dritten Bedeutung als das willentliche Herbeiführen oder Begünstigen eines angestrebten Zielzustands auffassen und entspricht dem allgemeinsprachlichen „dafür sorgen, dass …“, bzw. dem eher umgangssprachlichen „sich darum kümmern, dass …“

Der Begriff Sorge (Wikipedia, Stand 14.09.16)

Vor diesem theoretischen Hintergrund ist es Ziel des Workshops, Besonderheiten im Umgang mit Sorge im Rahmen einer palliativen Behandlung psychiatrischer Patienten mit ausgewählten Krankheitsbildern (z.B. Depression, Schizophrenie, Demenz oder Essstörungen) berufsgruppenübergreifend auszuloten. Dies umfasst das Finden von Antworten auf Fragen wie:

  • Welche Form der Sorge benötigt die/der betreffende Patientin/Patient?
  • Woran kann ich diese Form der Sorge erkennen, wie diese verstehen?
  • Wie kann ich ihr/ihm diese kommunizieren?
  • Wann setze ich auf verbale, wann auf non-verbale Interventionen?
  • Gibt es destruktive Formen der Sorge?

Prof. Dr. Werner Schneider würde sich sehr freuen, wenn aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Fallbeispiele in den Workshop eingebracht werden.


Zielgruppe(n) des Workshops

Alle Berufsgruppen


Workshopleiter

Prof. Dr. Wolfgang Schreiber, M.A., Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirksklinikum Mainkofen und dessen Ärztlicher Direktor

1985 – 1994 Klinik für Psychiatrie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München
1994 – 2002 Psychiatrische Klinik der Philipps-Universität, Marburg an der Lahn
2002 – heute Bezirksklinikum Mainkofen/Deggendorf

Referent*in/ Workshopleiter*in


Prof. Dr. Wolfgang Schreiber
Prof. Dr. Wolfgang Schreiber